Die stille Revolution

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Die stille Revolution
Preis: EUR 15,00


 

 

Kanadische Schulen bekommen Besuch aus aller Welt. Der staunt ebenso über die Leistungen, wie über die Arbeitshaltung der Kinder und Jugendlichen. Noch mehr überrascht sie die Atmosphäre in den Schulen. Offenbar gibt es Ähnlichkeiten wie Kinder und Einwanderer, diese beiden Gruppen von Neuankömmlingen, von einer Gesellschaft empfangen werden. Die Einwanderungsgesellschaft Kanada heißt ihre Neuankömmlinge willkommen.

Die Region Durham wurde ein Pionier der Schulentwicklung. Anfangs lagen die Schulen in diesem Bezirk südlich von Toronto am Boden. Sie waren das Schlusslicht in der Provinz Ontario. Um 1985 begann eine Handvoll Lehrerinnen und Lehrer um Norm Green das Cooperative Group Learning zu entwickeln. Sie hatten von neuen Tönen aus Unternehmen gehört, die sie darin bestärkten, die Schule der Industriegesellschaft überwinden zu wollen. Überall war von Zusammenarbeit die Rede, nur nicht in der Schule. Zuerst dachten die Lehrer dabei allerdings nur an die Schüler. Deren Vereinzelung und die damit verbundene Dienst nach Vorschrift-Stimmung schien den Lehrern eine wichtige Ursache für deren schlechte Leistungen zu sein. Aber schon bald dämmerte den Pädagogen, dass sie diese Haltung bei den Schülern nicht ändern werden, wenn sie nicht an ihrer eigenen Haltung zu arbeiten beginnen. Sie entschlossen sich, bei sich selbst anfangen.

„Der Lehrer als Lernender ist unser Programm“, sagt ein Lehrer, „und Schüler, die lernen, sind dann das Ergebnis.“ Das Projekt „The teacher as a learner“ war da schon einige Jahre in Gang. Viele Befunde sprechen für diese Paradoxie der Bildung. Gute Ergebnisse lassen sich nur auslösen, nicht aber erzwingen. Lehrer steigern ihre Wirksamkeit, wenn sie mit dem, was sie von Schülern verlangen bei sich selbst beginnen.

Dieser Film aus dem Jahr 1996 war lange vergriffen, wird aber immer wieder verlangt. Er liegt nun als DVD vor. Länge: 45 Minuten.

Vieles was in Kanada vor zehn Jahren begann, steht den Deutschen erst noch bevor. Insofern hat der Film an Aktualität nicht verloren.

 

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