Das Archiv der Zukunft sammelt und verbreitet Bilder des Gelingens rund um das Thema Lernen.
Auf unserer Website finden Sie einen Terminkalender mit öffentlichen Vorführungen, die Möglichkeit zur Bestellung von unseren Filmen und anderes mehr.
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Journalistische Texte und Termine von Reinhard Kahl finden Sie unter www.reinhardkahl.de
DVDs werden freizügig kopiert. Sie sind ja auch dafür da verbreitet zu werden. Aber bedenken Sie bitte: Das Kopieren von DVDs ist billig, das Herstellen von Filmen ist es nicht.
Wer den Film „Treibhäuser der Zukunft“ gesehen hat, kann Franz Gresser nicht vergessen. Man sieht ihn morgens in dem noch fast leeren Klassenraum. Er ist als erster da. Wie ein Gastgeber bereitet er sich und den Raum vor. Jeden Tag lädt er aufs Neue ein. Die Schule wird ein Gasthaus des Lernens. Kein Zwangsrestaurant mit Aufesszwang. Was man in seiner Klasse sieht, ist das genaue Gegenteil der um sich greifenden Lernbulimie, der schulischen Normalverwahrlosung.
25 Filmclips der DVD „Individualisierung - das Geheimnis guter Schulen" sind ab sofort für Schulen und andere Einrichtungen im Land Nordrhein-Westfahlen im Intranet abrufbar.
Sie stehen im Mediendienst EDMOND unter der Signaturnummer 5558677 und sind von allen Schulen in NRW unentgeltlich nutzbar.

Schlänitzsee statt Schule (30 Minuten)
Und
Kinder und Komponisten
im Musikkindergarten Berlin (13 Minuten)
15 € plus Versand
7,50 € plus Versand für Mitglieder im Netzwerk Archiv der Zukunft und für Teilnehmer am Kongress „Arche Nova -Die Bildung kultivieren"
Beide Filme wurden zuerst auf dem Kongress „Arche Nova - Die Bildung kultivieren" am 14. Oktober im Festspielhaus Bregenz gezeigt.
Der Film „Schlänitzseestatt Schule“ zeigt eine der aufregendsten Neuerungen an deutschen Schulen.
Seit nunmehr drei Jahren haben wir das Projekt „Schlänitzsee“der staatlichen Montessori-Oberschule Potsdam beobachtet. Schülerinnen und Schülerder 7. und 8. Klassen gehen eine Wochejeden Monat nicht in die Schule zum Unterricht, sondern auf das Grundstückeines ehemaligen Stasi-Ferienheims am Schlänitzsee. Sie räumen auf. Siebereiten Beete vor und pflanzen. Sie ernten und kochen. Im Winter bauen sieIglus, sägen Eisstücke aus dem gefrorenen See und bauen daraus Skulpturen. Sievermessen das Grundstück. Sie bauen und planen eine Küche. Es ist erstaunlich,wie die Jugendlichen bei der Kultivierung des Geländes immer näher an dieSachen heran kommen und dabei zu sich selbst. Ihre „Selbstwirksamkeitserwartung“steigt, wenn die Dinge für sie wichtig werden: Ihre Werkzeuge, die Pflanzen,der Boden. Nach drei Jahren ist das anfangs völlig verwahrloste Grundstückverwandelt. Gäbe es eine bessere Evaluation? Ja, der Blick in die Gesichter.
Der Filme wurden zuerst auf dem Kongress des Archivs der Zukunft „Arche Nova –Die Bildung kultivieren“ am 14. Oktober 2011 im Festspielhaus Bregenz gezeigt.
Auf der gleichen DVD ist auch ein zweiter, ebenfalls auf dem Kongress gezeigter Film, „Kinder und Komponisten“. Damit werdendie Beobachtungen im Musikkindergarten Berlin weiter geführt. (Bisher im Film „Hugo,Leeloo, Richard und das Tamburin“)
Zwei Komponisten gehen zu den Kindern. Der eine ist der bekannte Klarinettist und Komponist Jörg Widmann. Der andere ist der Opernkomponist und Pianist Moritz Eggert, ebenfalls berühmt, preisgekrönt und ein „ewiges Kind". Sie spielen mit Kindern, die sich noch nicht unterrichten, aber anstecken lassen.
Beide Filme haben etwas gemeinsam. Sie zeigen, was in Gangkommt, wenn Kinder und Jugendliche starke Erwachsene kennenlernen, also Menschen, die ihr Handwerk bzw. ihre Kunst beherrschen. Sie belehren nicht. Sie fordern bei den Kindern und Jugendlichen den ohnehin vorhandenen Drang heraus tätig zu werden und nachzuahmen, zu entdecken und zu handeln, zu denken und zu lernen. Und neben der Begegnung mit diesen „Dritten" (Dritte neben den Lehrern bzw.Erziehern und den Gleichaltrigen) kommt eine weitere, häufig vernachlässigte Dimension in den Blick: Die Bedeutung der Werkzeuge, zumal dieser ganz besonderen Werkzeuge, der Musikinstrumente.

25 Filmclips (3 Stunden)
128 Seiten
25 Kurzfilme zeigen das A und O guter Schulen. Diese Schulen ermöglichen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche beim Lernen eigene Wege geht, auch Umwege und Irrwege. Denn gelingen kann nur das, was auch scheitern darf. Eigensinn und Fehler sind Entwicklungspotentiale. Das war nicht gerade die Formel bisherigen Schulalltags. Die in den letzten Jahren aufgekommene Diskussion über die „Individualisierung des Lernens" reagiert auf die Krise der Lernfabrik und erinnert daran, dass jedes Kind seine eigene Geschichte hat. Jeder Mensch ist eine Primzahl, teilbar nur durch eins und sich selbst.
Verschiedenheit braucht allerdings Gemeinschaft, denn Individuen erblühen erst unter ihrem Schutz. Individualisierung ist ein Kultivierungsprozess. Ein Individuum zu sein, heißt noch gar nichts. Schulen schulden den Kindern Sicherheit, damit sie auf festem Boden wagen sie selbst zu werden.
Die Individualisierung des Lernens bedeutet also nicht etwa Vereinzelung. Im Gegenteil. Individualisierung und Gemeinschaft sind zwei Seiten einer Medaille. Ihr Zusammenspiel ermöglicht die Abenteuer des Zusammenlebens - auch das mit sich selbst. Eigentlich ist das selbstverständlich, wurde aber im Industriezeitalter missachtet. Viele Menschen sollten wie Maschinenmodule funktionieren. Sie wurden isoliert. Sie mussten im Gleichschritt „lernen". Dabei wurde das Lernen häufig mit Belehren verwechselt und ihnen verleidet. Vor 400 Jahren hat es Johann Amos Comenius, der Begründer der modernen Pädagogik, bereits deutlich gesagt: „Lehrer, lehrt weniger, damit die Schüler mehr lernen können!"
Im Buch werden „Der Vorteil verschieden zu sein" und das „Lob der Anfänger" entwickelt.
Die DVD gibt mit 25 Filmclips in insgesamt drei Stunden Einblicke in den gelungenen Alltag. Gezeigt werden Schulen, in denen Kinder und Jugendliche (aber auch Lehrerinnen und Lehrer) Fehler machen dürfen. Schulen, die keine Angst machen, in denen aber die Schüler Angst haben dürfen und allerdings keine Angst vor der Angst mehr haben müssen.
Die filmischen Expeditionen führen zunächst in skandinavische Kindergärten und zeigen, wie in der Schweiz Kindergarten und Schule gemischt werden. Weiter geht es zu Schulen in Kanada, Finnland, Schweden und Deutschland. Man erlebt wie Lehrer Gastgeber werden, und - kaum zu glauben - wie Kinder in einem dreiwöchigen Sommercamp einen „Kompetenzzuwachs" in ihrer sprachlichen Fähigkeit erreichen, der den Fortschritt eines Schuljahres übersteigt. Schließlich überlegen Wissenschaftler, was es heißt Abschied von der Belehrung zu nehmen und sich in eine Wissensgesellschaft aufzumachen.
Nach serbokroatischen Untertiteln für die "Treibhäuser der Zukunft", die das Goethe Institut in Sarajewo hergestellt hat, gibt es nun auch eine litauische Fassung, hergestellt vom dortigen Elternforum. Ein Ausschnitt auf Youtube
Kontakt für Weiteres: Andreas Rodenbeck, Goethe-Institut Vilnius, Gedimino prospektas 5, LT-01103 Vilnius,
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